Estland - Lettland - Litauen
Drei baltische Republiken in zehn Tagen entdecken
Das Baltikum umfasst die drei Länder Estland, Lettland und Litauen. Estland ist das nördlichste und kleinste der drei baltischen Länder mit der Hauptstadt Tallinn. Es erstreckt sich vom finnischen bis zum Rigaer Meerbusen und von der Ostsee bis zum Peipussee. Die Republik Lettland mit der Hauptstadt Riga ist ein eiszeitlich geformtes, hügeliges Land. Kennzeichnend für dieses Land sind die rund 1.000 Seen, die zahlreichen Moore und die ausgedehnten Wälder. Litauen ist die südlichste und größte der drei Baltenrepubliken. Auch hier prägen die mehr als 3.000 Seen, ausgeprägte Moorlandschaften und lichte Wälder das Bild dieses Landes. Zugang zur Ostsee haben alle drei baltischen Republiken.
Im Juni 2011 habe ich mit dem Bus das Baltikum bereist, um einen ersten Überblick über die drei Länder zu gewinnen, die sich bislang nicht unter den Reisezielen auf meiner persönlichen Reisewunschliste befanden. Damit Familie und Freunde an meinen Entdeckungen teilhaben konnten, habe ich täglich ein Reisetagebuch geführt:
| Reiseverlauf/Katalog: »Am Mittag Abfahrt im Fernreisebus nach Travemünde. Um ca. 23 Uhr heißt Sie dann die Crew der modernen Fähre der Reederei Finnlines mit einem kleinen Mitternachtssnack willkommen. Während Sie bereits geruhsam in Ihren gemütlichen Kabinen schlafen, legt das Schiff um ca. 3 Uhr morgens in Richtung Helsinki ab.« |
| 12:25 | In Gelsenkirchen-Buer am Busbahnhof begann die Reise. Von dort wurde ich mit einem Kleinbus abgeholt und nach Herne zum Abfahrtsort unseres Reisebusses transportiert. |
| 13:20 | Gerade habe ich meinen Sitzplatz (Sitz 11) in Beschlag genommen, schon startet der Busfahrer mit uns ins Baltikum. Wir holen zunächst noch weitere Reiseteilnehmer in Castrop-Rauxel und am Dortmunder Hauptbahnhof ab und fahren dann auf die A2 in Richtung Hannover. |
| 16:00 | Unser erstes Ziel ist überraschend die Lüneburger Heide. Denn wir fahren zum Abendessen nach Behringen, direkt an der A7. |
| 19:00 | Im Restaurant "Zur grünen Eiche" in Behringen wurde uns als sinnvolle Alternative zum angekündigten Mitternachtssnack auf der Fähre ein Schnitzel mit Pommes Frittes und Gemüse serviert. |
| 20:50 | Zwischenstopp in Lübeck. Ein kurzer Spaziergang durch die Hansestadt, da noch viel Zeit bis zur Abfahrt der Fähre bleibt. Ich schaue mir das Holstentor und den Marktplatz an. Viele Geschäfte haben heute bis 24:00 geöffnet... |
| 22:30 | Mit dem Bus stehen wir im Fährhafen in Travemünde und warten auf die Erlaubnis, an Bord der Fähre zu dürfen.
Auf unserer Fähre, der Finnlines "M/S Nordlink", habe ich die Kabine 8010 - also wohl auf Deck 8 - eine 3-Bett Innenkabine. |
| 23:45 | Die Kabine ist groß und das Bett gemütlich. Auch das Bad ist zweckmäßig und für mich ausreichend. Ich gehe jetzt schlafen...
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| Reiseverlauf/Katalog: »Ein erholsamer Tag an Bord erwartet Sie. Vormittags bis mittags reichhaltiges Brunch-Buffet, genießen Sie die Kombination von Frühstücks- und Mittagsbuffet. Starten Sie zu einer kleinen Erkundungstour. Genießen Sie die zwanglose, gemütliche Atmosphäre und den persönlichen Service. Eine gemütliche Lounge, zwei Bars, Sauna und Whirlpool auf dem Erlebnisdeck gehören ebenso dazu, wie der Sailor-Shop und ein Restaurant. Genießen sie auf dem Sonnendeck die frische Seeluft. Das Abendessen ist selbstverständlich ebenfalls inklusive.« |
| 9:00 | eigentlich ist es erst 8:00, aber an Bord gilt schon die Osteuropäische Zeit (+1h): Nach einer ruhigen ersten Nacht an Bord der Fähre habe ich mit einigen weiteren Teilnehmern aus meiner Reisegruppe gemütlich gefrühstückt (Tisch 63 mit einem ausgezeichneten Blick auf Meer und blauen Himmel) und anschließend das Schiff erkundet. Der Duty-Free Shop ist klein und übersichtlich. An Deck ist es zwar windig, aber in der Sonne wunderbar. Ich habe auch kurzzeitig eine Mobilfunkverbindung über ein schwedisches Netz gehabt. Diese hat für eine SMS und einen kurzen Anruf genügt. Auf dem Schiff ist auch eine Mobilfunkverbindung verfügbar - jedoch via Satellit mit unbekanntem Kostenfaktor...
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| 12:35 | An Bord hangelt man sich heute von Mahlzeit zu Mahlzeit. Zum Mittagessen gibt es einen karelischen Fleischtopf, Püree und Kaisergemüse. Außerdem sah der Lachs sehr lecker aus. Weiterhin habe ich kleine Kohlrouladen und Fischpastete entdeckt. Auch das Nachspeisenangebot war attraktiv. Schokoladenkuchen, Blaubeerkuchen, Vanillesoße, Waldbeermouse und eine Beerensoße wurden angeboten. Alles, was ich probierte, war lecker. |
| 14:15 | Nach ein paar Minuten auf Deck habe ich mich in meine Kabine zurückgezogen, um schon mal im Reiseführer zu schmökern. Auf Kanal 2 meines Fernsehers wird die aktuelle Schiffsposition in die Kabine übertragen. Wie praktisch... |
| 16:00 | Die Sonne lacht vom Himmel. Zahlreiche Frachtschiffe sind mit uns unterwegs.
 Vom "Sonnendeck" aus konnte ich einen im Meer schwimmenden kleinen Seehund entdecken, der neugierig seinen Kopf direkt neben dem Schiff aus dem Wasser streckte. |
| 17:30 | Bei wunderschönem Wetter habe ich nette Unterhaltungen mit einigen Reiseteilnehmerinnen führen können. Inklusive leichter Rötung meines Gesichts durch die permanent vom blauen Himmel herab scheinende Sonne... |
| 18:30 | Das Abendessen an Bord ist das letzte Highlight des Tages. Neben Graved Lachs, geräuchertem Lachs und gedünstetem Lachs standen auch Kaviar, Muscheln, Roastbeef und marinierter Mozzarella bereit. Auch warmes Essen, wie Rinderfilet, Kartoffelgratin und Köttbullar war als Buffet angerichtet. Alles sehr lecker... |
| 20:50 | Ich bereite mich schon langsam auf die Nacht vor, da diese morgen bereits 5:30 Uhr endet. Denn schon gegen 7:00 Uhr werden wir morgen früh Helsinki erreichen. |
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| Reiseverlauf/Katalog: »Nach dem Frühstück erreichen Sie gegen 7 Uhr die finnische Hauptstadt. Der Morgen steht zunächst ganz im Zeichen von Helsinki. Freuen Sie sich auf die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wir zeigen Ihnen u.a. das neoklassizistische Zentrum mit dem Senatsplatz und dem Dom, das Sibelius-Denkmal, das Parlamentsgebäude und die Temppeliaukio-Kirche, die berühmte Felsenkirche, bevor Sie am späten Vormittag mit einer Schnellfähre übersetzen. Schon von weitem können Sie die imposante Silhouette der estnischen Hauptstadt Tallinn mit ihren 66 Türmen erkennen. Nach ca. 90 Minuten erreicht das Schiff dann die alte Hansestadt, wo Sie unser Guide bereits erwartet. Während einer Stadtrundfahrt und einem Spaziergang durch die Ober- und Unterstadt entpuppt sich Tallinn als lebendige Metropole und wahres Schatzkästchen. Die von einer mittelalterlichen Mauer und zahlreichen Wehrtürmen umgebene Altstadt gleicht mit ihren schmalen Gassen und vielen Baudenkmählern unterschiedlichster Epochen einem liebevoll restaurierten Freilichtmuseum mit mittelalterlichem Charme. Am Abend erwartet man Sie mit einem leckeren Abendessen im Hotel in Tallinn.« |
| 5:45 | weckte mich mein Mobiltelefon, denn ab 6:30 gab es heute bereits Frühstück. Außer Mohnbrötchen und Aufschnitt stand natürlich Müsli und auch Rührei zur Wahl. Vom Restaurant aus konnten wir beim Frühstück gut die sich langsam nähernde finnische Küste betrachten.
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| 7:40 | Im Hafen angekommen, mussten wir auf dem Autodeck recht lange warten, um zu unserem Bus zu gelangen. Diese Zeit fehlte uns anschließend leider bei der Stadtrundfahrt durch das gerade erwachende sonntägliche Helsinki. |
| 8:45 | Endlich von der Fähre herunter, begann unsere Stadtrundfahrt. Wir haben beim Verlassen des Hafengeländes eine sehr nette Reiseleiterin aufgenommen, die uns im Schnellgang Daten und Fakten zu Finnlands Geschichte und zu den Helsinki-Highlights erzählte. |
| 10:20 | Nach einem hunderte Meter langen Weg vom Check-In bis zum Schiff bin ich nun an Bord der "M/S Star" auf dem Weg nach Tallinn... |
| 12:45 | Wir sind in Tallinn, Estlands Hauptstadt und europäische Kulturhauptstadt 2011, angekommen.
 Unser Bus steht schon mit einer netten Reiseleiterin bereit. Hier im Hafen liegen zur Zeit auch sehr viele Kreuzfahrtschiffe aus aller Welt. Deren Passagiere wuseln mit ihren Guides durch die Stadt. |
| 13:00 | Stadtrundgang durch Tallinns Oberstadt. Von zwei Aussichtspunkten aus kann man über die ganze Stadt blicken.
Durch das Regierungsviertel gelangen wir zum Marktplatz, wo gerade auf einer großen Bühne für ein klassisches Konzert geprobt wird. Die Stimmung ist so richtig gut. |
| 14:50 | Wir haben eineinhalb Stunden zur freien Verfügung. Ich besuche ein riesiges Wirtshaus ("Beer House") mit angeschlossener Brauerei, bestellte mir eine Cola, suchte nach regionalen Spezialitäten auf der Speisekarte und las im Reiseführer schnell noch einige touristische Informationen zu Tallinn. Nebenher beobachtete ich die anderen Gäste. Satt und ausgeruht schaute ich mir rund um den Marktplatz einige interessante Häuserfassaden an. |
| 16:15 | Mit einer Führung durch die Unterstadt und zur Stadtmauer endete der Stadtrundgang. Mit unserem Bus fuhren wir zur bekannten Sängerwiese und an den Strand der Ostsee, um dort einen schönen Blick auf Tallinn zu genießen. |
| 18:15 | Endlich im Hotel "Euroopa", Zimmer 329
, angekommen. Nun schnell unter die (extragroße) Dusche und was Nettes anziehen - 19:00 gibt es Abendessen. WLAN ist hier verfügbar und ich schreibe gleich meine heutigen Erlebnisse in dieses Reisetagebuch. |
| 19:00 | Eine Vorsuppe, Lachs und ein Stück Apfelkuchen - so sieht unser Abendessen in Tallinn aus. |
| 20:15 | Gegenüber vom Hotel befindet sich ein großer Supermarkt, der heute (Sonntag!) noch bis 23:00 Uhr geöffnet hat. Dort habe ich mir gerade zwei Wasserflaschen für morgen gekauft und das Warenangebot inspiziert. Es ist fast so umfangreich wie in Deutschland. |
| | Morgen: 7:30 Uhr Frühstück und 9:00 Abfahrt in Richtung Riga... |
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| Reiseverlauf/Katalog: »Nach dem Frühstück haben Sie noch Zeit, um in den verwinkelten Straßen auf eigene Faust auf Entdeckungstour zu gehen. Anschließend brechen Sie dann auf nach Riga, in die lettische Hauptstadt. Entlang der Küste erreichen Sie dann das beliebte Seebad Pärnu, das sich mit einem weitläufigen, sauberen Strand seinen Gästen präsentiert. Auf dem Weg nach Riga werden wir Sie in die liebliche Flusslandschaft des Gauja-Nationalparks entführen. Hier werden Sie die Ruine der Bischofsburg von Turaida besuchen, um die sich die sagenumwobene Geschichte der "Rose von Turaida" rankt. Vom Turm aus haben Sie einen herrlichen Rundblick auf die waldreiche Landschaft uns das üppige grüne Gauja-Tal. Gegen Abend begrüßt Sie Riga, die Hauptstadt Lettlands. Wie wärs nach dem Abendessen noch mit einem kleinen Spaziergang? Man kommt sich fast vor wie im Süden. In "Vecriga", der Altstadt, sitzen die Leute in Straßencafés bei Cappuccino und Wein. Verliebte Pärchen, Geschäftsleute und elegante Frauen flanieren vorüber. Aus den weit geöffneten Fenstern der Bars und Restaurants klingt Musik . . . das ist Riga heute. Es ist kaum noch etwas zu spüren von der einstigen schwedischen und russischen Herrschaft, die sich in das Gesicht der Stadt, nicht aber in die Herzen der Bewohner eingegraben hat. Über 800 Jahre ist sie nun alt, die Jugendstilmetropole an der Daugava. Längst hat sie sich vom Geist der Fremdherrschaft befreit und sich, auf eigenen Traditionen besinnend, zielgerichtet zu einer pulsierenden Hauptstadt entwickelt.« |
| 7:00 | hat mich das Mobiltelefon geweckt. Zeit zum Aufstehen. Nach ausgiebigem Duschen war ich bereit für einen neuen Urlaubstag. |
| 7:45 | Großer Andrang beim Frühstücksbuffet. Ein Glas Orangensaft und zwei kleine Wurstbrötchen sollten für den Start in den Tag ausreichen. |
| 8:10 | Nun habe ich noch etwas Zeit, um vom Hotelzimmer den neu einlaufenden Kreuzfahrtschiffen im nahe gelegenen Tallinner Hafen beim einparken zuzusehen. |
| 9:00 | Mein Gepäck ist im Bus verstaut und wir fahren durch endlose Wälder und Wiesen - immer nach Süden in Richtung Pärnu. |
| 11:00 | Eine halbe Stunde Spaziergang am Ostseestrand vom Seebad Pärnu. Feiner weißer Sand und 27 Grad bei blauem Himmel - WUNDERSCHÖN. |
| 12:30 | Wir machen an der Grenze zu Lettland Pause, um Geld zu wechseln und eine leckere Solianka zu essen. Hier gibt es auch kostenfreies WLAN für mein Smartphone und wir schauen damit gleich mal nach dem Wetterbericht für die nächsten Tage. Es bleibt sommerlich. Geld konnte ich nicht mehr wechseln - die Wechselstube hatte keines mehr. Das wird morgen in Riga gemacht... |
| 13:40 | Auf unserem Weg liegt heute auch das ehemalige Landgut Dunten. Hier lebte für einige Jahre der bekannte Baron Münchhausen, der 1744 Jacobine von Dunten in der Kirche des Nachbarortes Liepupe (Pernigel) heiratete. Einige seiner abenteuerlichen Geschichten stammen aus dieser Zeit. Heute befindet sich in diesem Ort ein Münchhausen Museum, an dem wir aus Zeitgründen leider nur vorbei fahren können. |
| 14:55 | Damit wir morgen einen entspannteren Tag in Riga genießen können, wurde das Programm etwas geändert und wir besuchen schon heute den Gauja Nationalpark. Die Museumsanlage Turaida bietet viele spannende Fotomotive. Blauer Himmel und ganz viel Sonne bringt die richtige Stimmung. Wir hören von der Legende der "Rose von Turaida", die hier begraben wurde.
 Vom Turm der Festung geniese ich einen tollen Rundblick.
Mit dem Bus fahren wir im Anschluss noch ein Stückchen bis zur Gutmana Höhle, wo der Legende nach die "Rose von Turaida" vom polnischen Söldner Adam Jakubovski getötet wurde. In dieser Höhle entspringt auch eine Quelle, die ein Jungbrunnen sein soll. Unsere Damen testen gerade die Wirkung des Wassers. |
| 18:00 | Nach einem langen, aber sehr schönen Tag kommen wir in unserem Hotel "Albert" in der Nähe von Rigas Innenstadt an. Mein Zimmer 512 ist kleiner als das Zimmer in Tallinn, aber praktisch ausgestattet. |
| 19:00 | Abendessen im Hotel: Eine wirklich leckere Tomatensuppe, gegrillte Hähnchenbrust mit Pilzen und Kuchen als Nachspeise... |
| 20:45 | Im 11. Stockwerk in der "Star Lounge Bar", hoch über Riga, trinke ich gemeinsam mit anderen Reiseteilnehmern ein paar Cocktails und lasse diesen schönen Reisetag gemütlich ausklingen. |
| 22:25 | Nun aber schnell schlafen. Morgen geht es wieder früh los... |
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| Reiseverlauf/Katalog: »Starten Sie gemütlich in den Tag und folgen Sie uns dann auf eine kleine "Zeitreise" durch die lebendige Geschichte der Stadt. Das mittelalterliche Zentrum, architektonische Juwelen aus der Zeit der Gotik, des Barocks und des Neoklassizismus und ganze Straßenzüge mit prächtigen Jugendstilhäusern zeugen von einer glorreichen Vergangenheit, die bis in die frühe Hansezeit zurückreicht. Gehen Sie mittags noch auf eigene Entdeckungstour in der lebendigen Großstadt.« |
| 7:00 | Das Mobiltelefon reist mich aus meinen Träumen... |
| 8:00 | Gemütliches Frühstück. Es gibt wieder reichlich Fisch, aber auch Rührei mit Speck und gegrillte Tomaten. Mir reichen zwei Marmeladenbrötchen und eine Tasse Kakao. |
| 9:00 | Wir treffen uns zu einem kleinen Stadtrundgang mit anschließender Stadtrundfahrt durch Riga. Direkt neben dem Hotel liegt ein wunderschönes Jugendstil-Viertel mit tollen Fassaden. Viele Häuser sind liebevoll renoviert. Zeit, um ganz viele Fotos zu machen...

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| 10:10 | Der Bus holte uns nach dem tollen Stadtrundgang an einem Park ab und wir fuhren zuerst zum Hotel IRINA im Stadtzentrum, um Geld zu tauschen. Für 50 Euro bekam ich jetzt 35,28 Lats. Geld, welches wir hier in Lettland nicht verbrauchen, können wir später an der litauischen Grenze in die dortige Währung Litas weiter tauschen. |
| 10:25 | Wir sitzen im Bus und schauen uns die Stadt an. Tolles Riga! Auch ein Fotostopp ist natürlich drin, denn ein prächtiges Stadtpanorama war zu sehen:
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| 11:00 | In Rigas Altstadt klappern wir gerade alle touristischen Highlights ab. Und Riga hat sehr viele sehenswerte Ecken. Einfach wunderschön hier. |
| 13:10 | Unsere Stadtführung ist jetzt zu Ende. Ich befinde mich gerade mitten in der Innenstadt. Zeit für eine eiskalte Cola, denn wir haben mittlerweile über 30 Grad und einen strahlend blauen Himmel über uns. URLAUB KANN SO TOLL SEIN!
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| 14:45 | Meine Füße schmerzen. Nach einem leckeren Essen mitten in der Stadt (Hähnchenbrust mit Mozzarella und Rösti-Ecken) und Spaziergang durch mehrere Parks, um der Hitze zu entgehen, bin ich schon zurück im Hotel. Um meine Erlebnisse in diesem Reisetagebuch aufzuschreiben, kann ich das hier im Hotel angebotene, kostenlose WLAN nutzen. |
| 17:20 | Nach einem kleinen Mittagsschläfchen und einem ausgiebigen Bad in der tollen Badewanne meines Hotelzimmers forsche ich mal in meinem Reiseführer, was mich morgen so erwartet... |
| 19:00 | Zum Abendessen gab es heute einen Salat mit Sprossen, getrockneten Tomaten und Birnen - sehr lecker! - und als Hauptgericht Schweinefilet auf Kartoffelbrei mit Champignons und ein Chutney aus Apfelstückchen. Als Nachtisch diente ein himmlisch leckeres Stück Schokoladenrolle mit tropischen Früchten und einer Erdbeersoße. (ich glaube, die wollen mich hier behalten... :-) ) |
| 20:10 | In der "Star Lounge Bar" sitzen wir noch einmal gemütlich über den Dächern von Riga und genießen einen wunderschönen Sonnenuntergang... |
| 22:50 | Jetzt muss ich aber ins Bett, denn morgen fahren wir fast 400 km in den Süden zur Kurischen Nehrung nach Nida. |
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| Reiseverlauf/Katalog: »Es fällt leicht, früh aufzustehen, denn heute steht die herrliche und gewaltige Landschaftskomposition der Kurischen Nehrung auf dem Programm. Litauen empfängt Sie zunächst mit seinem imposanten Berg der Kreuze. Dieser mit Hunderttausenden von Kreuzen bedeckte Hügel gilt als das litauische Nationalheiligtum schlechthin. Über Palanga erreichen Sie Klaipeda, das frühere Memel, Ausgangspunkt für die 15-minütige Fährüberfahrt auf die Kurische Nehrung. Ein imposantes Landschaftsbild aus mächtigen Dünen, tiefdunklen Kiefernwäldern und azurblauer Ostsee erwartet Sie - eine Landschaft die ihresgleichen sucht. So befand auch Thomas Mann, dessen herrlich gelegenes Ferienhaus in Nida eines unserer Ausflugsziele auf der Halbinsel ist. Natürlich darf auch ein Besuch der großen Düne nicht fehlen. Sehenswert ist auch die Bernsteingalerie vor Ort, die eine Vielzahl natürlicher und kunstvoll verarbeiteter Exponate zeigt.« |
| 5:00 | Es ist schon hell draußen. Ich kann nicht mehr schlafen und beginne diesen Tag einfach mal mit Kofferpacken... |
| 7:30 | Wir treffen uns zum Frühstück. Es ist recht voll, da mehrere Gruppen gleichzeitig abreisen. Es gibt wieder Marmeladenbrötchen und Kakao. |
| 8:30 | Unsere heutige Etappe nach Nida beginnt. Wir verlassen Riga in Richtung Süden. Alte und verfallene Häuser wechseln sich mit neueren Industriebauten ab. Auch einige große Einkaufscenter, die auch hier wieder von 9-23 geöffnet haben, kann ich entdecken. Richtung Grenze wird die Straße sehr schlecht. Schlaglöcher und Spurrinnen wechseln sich ab. |
| 10:00 | Wir sind an der Grenze angekommen und tauschen die Lettischen Lets in Litauische Litas um. Hier gibt es außer dem kleinen Wechselbüdchen rein gar nichts. Überhaupt habe ich bei dieser Reise noch nicht einmal meinen Ausweis benutzen müssen. |
| 10:55 | Ich besteige den "Berg der Kreuze". Tausende Kreuze sind hier von Menschen aufgestellt worden, die an jemanden erinnern sollen oder mit Wünschen versehen wurden. Es ist sehr beeindruckend, durch diesen "Kreuzwald" zu spazieren. Viele sehr persönlich gestaltete Kreuze stehen hier inmitten einer Schaar einfacher kleiner und großer Holzkreuze. Am Souvenirstand gibt es neben den üblichen Bernsteinketten diesmal natürlich auch Kreuze in Hülle und Fülle. Ich fotografiere was das Zeug hält...

                 
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| 12:05 | Rast an einer Tankstelle, da wir heute keine Zeit zur Einkehr in einem Restaurant haben. Ich esse eine lange Bratwurst, die hier in einem Baguettebrötchen zusammen mit Senf, Ketchup und Maionese verschwindet. Keine "Thüringer" - aber lecker... |
| 14:50 | Wir sind in Klaipeda (Memel) angekommen. Es ist jetzt über 32 Grad und stickige Luft. Nur ungern verlassen wir heute den klimatisierten Bus. Einen ersten Stopp machen wir am Bahnhof. Hier gibt es neben Toiletten für die Damen der Gruppe auch ein Denkmal für vertriebene Menschen und eine alte russische Dampflokomotive zu bestaunen. Anschließend machen wir eine Rundfahrt durch das Städtchen und landen auf dem Theaterplatz. Dort steht ein Brunnen mit der bekannten Figur des "Ännchen von Tharau". Die Damen unserer Reisegruppe stimmten gerade das Lied "Ännchen von Tharau" an, da gesellte sich ein kleiner Junge dazu und begleitete den Chor auf seiner Flöte.
 Der Junge hat von uns natürlich jede Menge litauisches Kleingeld für diese nette Darbietung bekommen. |
| 15:25 | An der Fähre über das Haff zur Kurischen Nehrung. Wir fahren mit dem Bus auf die Fähre und brauchen keine 10 Minuten, um an der anderen Seite auf der Kurischen Nehrung die Fähre zu verlassen. |
| 15:40 | Wir fahren hier auf der schmalen Landzunge ca. 40 Kilometer in Richtung Nida durch dichten Wald, durchzogen mit kahlen Stellen, an denen die Bäume einem großen Waldbrand zum Opfer gefallen sind. Abwechselnd sehen wir während unserer Fahrt links von uns das Kurische Haff und rechts von uns die Ostsee. Wir fahren gerade an einer der größten Komoran- und Graureiherkolonien Europas entlang, wo tausende Vögel in den Bäumen nisten. Aber durch den Vogelkot sind hier fast alle Bäume kahl und abgestorben. |
| 16:40 | In Nida, kurz vor der Grenze zur russischen Enklave Kalininingrad und der russischen Hälfte der Kurischen Nehrung, steht zu erst die Besichtigung von Thomas Mann's Sommerhaus an. Aufgrund des Klimas beschränke ich mich aber auf das Fotografieren rund um das Haus. Man hat einen tollen Blick über das Haff. |
| 17:15 | Ich stehe hoch oben auf der großen Düne. Von hier habe ich einen herrlichen Rundblick über schneeweisen Sand und blaues Meer. Ich bin begeistert.
Wir sind erschöpft und wollen eigentlich nur noch ins Hotel. Jedoch steht noch ein Besuch in einem Bernsteinmuseum, unweit von unserem Hotel, auf dem heutigen Programm. Uns werden dort die verschiedenen Bernsteinvarianten bis hin zum Bernsteinschnaps näher gebracht. |
| 18:45 | Endlich sind wir nassgeschwitzt im Hotel eingetroffen. Das Hotel "Nidos Smilte" liegt direkt am Haff. Mein Zimmer 110 ist sehr einfach eingerichtet. Das bedeutet auch: keine Klimaanlage, dafür Mücken. Nach einer Dusche fühle ich mich aber wieder fit. |
| 20:00 | Es gibt Abendessen: viele verschiedene Salate (ca. 8), sowie Gulasch und Schnitzel warten auf uns am Büfett. Dazu eine große Cola - die kostet hier nur 4 Litas. Alles schmeckte sehr lecker. Wir überlegen gerade, ob und was wir nach dem Abendessen noch tun, da wird schon ein kurzer Film über das Sommerhaus von Thomas Mann gezeigt, der ja nur zwei Sommer, 1931/1932, hier in Nida verbracht hat. Nach dem Film spazierten wir noch hinunter ans Wasser, da dort ein kühlendes Lüftchen wehte. Das Wasser im Haff war brackig und merkwürdig grün, fast wie Gülle - nicht gerade romantisch. Aber gebadet wird hier wohl immer auf der ca. 2 Kilometer entfernten Ostseeseite der Nehrung. |
| 22:25 | Nach nochmaliger Dusche und auswaschen meiner verschwitzten Klamotten versuche ich nun zu schlafen. Mal sehen, wie das so mit den Mücken ist.. |
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| Reiseverlauf/Katalog: »Der Morgen gehört noch der Kurischen Nehrung. Dann geht es zurück aufs Festland. Eine kurze Besichtigung von Klaipeda mit dem berühmten Ännchen von Tharau und von Kaunas, der zweitgrößten Stadt Litauens, führt Sie Ihre Route weiter nach Vilnius, litauische Hauptstadt und Herz des neuen Europas. Im Gegensatz zu den anderen baltischen Metropolen präsentiert sich die an den Flüssen Neris und Vilna gelegene Stadt noch recht unentdeckt und beschaulich. Erleben Sie das Flair dieser historischen Universitätsstadt auf einem Stadtrundgang, der Sie zu den schönsten Sehenswürdigkeiten, wie zur St. Stanislaus Kathedrale, zum Gotischen Winkel, in die ehrwürdigen Universitätshöfe und zum Tor der Morgenröte, führt.« |
| 5:20 | war ich hell wach. Die Mücken hatten sich wohl andere Opfer gesucht und mich verschont. |
| 7:30 | Gerade war ich pünktlich beim Frühstück und habe meine zwei Marmeladenbrötchen und eine Schüssel Müsli genossen. |
| 8:00 | Ein kurzer Abstecher ans Meer vor dem Hotel. Hier ist nur brackiges, eklig grünes Wasser mit toten Fischen zu sehen. Ich möchte hier weg... |
| 8:30 | Mein Koffer ist im Bus verstaut und wir sind auf dem Weg nach Vilnius. Zunächst durch die schöne Natur der Nehrung, dann wieder mit der Fähre rüber nach Klaipeda.
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| 12:20 | Nach einer längeren Busfahrt über die gut ausgebaute Autobahn A1 kommen wir in Litauens zweitgrößter Stadt, in Kaunas, an. Der Bus bringt uns zu einem höher gelegenen Aussichtspunkt, von wo aus ich tolle Fotos der Stadt machen kann. Anschließend parkt unser Bus in der Nähe der Altstadt und die Reiseleiterin zeigt uns bei einem kurzen Stadtrundgang einige Sehenswürdigkeiten. Ich besuchte die Kathedrale St. Peter und Paul am Rathausplatz; Litauens größte gotische Kirche. Darin ist es angenehm kühl. Nach dem Stadtrundgang gab es noch ein schnelles Mittagessen: einen leckeren, gegrillten Hähnchenschenkel aus einem nahegelegenen Supermarkt. |
| 14:25 | Ein Mann aus unserer Gruppe ist leider in der Nähe des Supermarktes gestürzt und wir suchen die nächstgelegene Poliklinik auf. Schnell ist er versorgt und wir fahren weiter nach Vilnius. Rechts und links der Autobahn sehe ich auffällig viele, riesengroße Plakate mit Werbung für Lebensmittel. |
| 16:10 | Wir haben unser heutiges Tagesziel erreicht: Litauens Hauptstadt Vilnius. Nach einer kleinen Stadtrundfahrt besuchen wir die prunkvolle Kathedrale St. Stanislaus und St. Ladislaus. Dann starten wir zu einem Rundgang durch die wunderschöne Altstadt. Während einer kleinen Kaffeepause geniese ich einen leckeren Eiscappuccino bei herrlichem Sonnenschein mitten in Vilnius - ein wunderbarer Urlaub. Unser Stadtrundgang führt uns vorbei am klassizistischen Bau des Präsidentenpalastes, weiter zum Gebäudekomplex der Universität, wo ein kurzer Nieselregen aus unsichtbaren Regenwolken für eine willkommene Erfrischung sorgt. Wir sehen auch die Annenkirche, eines der berühmtesten Bauwerke in Vilnius. Von einem Aussichtspunkt oberhalb der Stadt kann ich einen schönen Blick auf Vilnius in der Abendsonne genießen. Die Reiseleiterin hält aber noch ein kleines Highlight für uns bereit, bevor es ins Hotel zum Abendessen geht: das Tor der Morgenröte mit der Ikone der barmherzigen Muttergottes. |
| 19:20 | Das Hotel Holiday Inn Vilnius ist heute mein Zuhause für eine Nacht. Das Zimmer 306 liegt in dem 3. Stockwerk und ist wieder wunderschön. |
| 20:15 | Zum Abendessen bekommen wir einen leckeren Salat, Hähnchenbrust mit Reis und Gemüse und zum Abschluss einen köstlichen Palatschinken mit Apfelfüllung. Wir sitzen dabei in gemütlicher Runde an einem großen Tisch und unterhalten uns prächtig. Hier in Vilinius kostet eine kleine Cola 5 Litas. Große Cola ist hier leider nicht zu bestellen - da müssen halt zwei kleine herhalten. Die Bedienung braucht auch recht lange, um bei uns zu kassieren. Aber wir haben ja Urlaub. |
| 22:25 | Bevor ich gleich schlafen gehe, pflege ich noch schnell dieses Reisetagebuch. Da ich auf meinem Zimmer leider gar keinen WLAN Empfang habe, mache ich dies unten in der Lobby. Morgen geht es erst 9:00 weiter nach Polen... |
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| Reiseverlauf/Katalog: »Der Morgen steht zunächst noch im Zeichen von Vilnius. Anschließend besuchen Sie die unweit von Vilnius, malerisch zwischen drei Seen gelegene, Burg Trakai, die einzige erhaltene gotische Wasserburg Europas. Dann heißt es Abschied nehmen von den Baltischen Staaten und Ihrer Reiseleitung. Danach können Sie eintauchen in die bilderbuchhafte Naturidylle von Masuren, wo Sie für eine Nacht im Herzen von Wäldern, Hügeln und abertausenden Seen wohnen werden.« |
| 6:15 | Noch bevor der Wecker des Mobiltelefons mich aus meinen Träumen reist, bin ich nach einem erholsamen Schlaf hellwach. |
| 7:45 | Das Frühstücksbüfett lässt keine Wünsche offen: es gibt geräucherte Hähnchenbrust, kleine Pfannkuchen, sieben verschiedene Marmeladen und noch viel mehr. |
| 9:00 | Wir fahren heute nach Trakai, der ehemaligen Hauptstadt des litauischen Reiches. Das liegt nur rund 10 - 15 km von Vilnius entfernt. |
| 09:55 | Wir stehen gerade mit vielen anderen Besuchern am Burgtor von Osteuropas einziger Inselburg, der Wasserburg Trakai und warten auf Einlass. Die Sonne ist schon in Höchstform und es wird heute sicherlich wieder sehr warm. |
| 11:15 | Nach einer Führung durch die stickige Festung sitzen wir in einem kleinen Café und essen bei herrlichem Sommerwetter ein leckeres Eis und beobachten die Touristen. Anschließend sehe ich noch einen Moment ein paar Jungs zu, die mit gewagten Sprüngen von einer Brücke in den nicht sehr tiefen Galve-See hüpfen.
 Sehr viele Touristen sind hier unterwegs. Entsprechend viele Stände verkaufen Souvenirs aus Bernstein oder Textilien. Ich kann mich auch heute nicht durchringen, irgendetwas davon zu kaufen... |
| 12:30 | Auf dem Weg zum Bus kommen wir an bunten Holzhäusern mit immer drei straßenseitigen Fenstern vorbei. Diese sind typisch für die hier vom litauische Großfürst Vytautas angesiedelten türkischstämmigen Karäer. Einige dieser Familien sind noch hier im Ort ansässig. |
| 12:45 | Wir sind unterwegs nach Polen. Bald werden wir das Baltikum verlassen. Drei Länder haben wir erlebt. Ich war überrascht, wie lebendig alle drei Hauptstädte waren. Sicherlich ist auf den Dörfern das Leben ganz anders, aber auch hier wechselten sich alte und heruntergekommene Häuser oft mit neu gebauten, schicken Häuschen ab. Auch gab es hier sehr viele Oberklasseautos zu sehen. Wir fahren lange durch grüne Wiesen und Wälder, sehen viele Störche und viele Kühe. Das Wetter ist freundlich. |
| 14:20 | Wir haben gerade unsere Uhren umgestellt, da wir nun an der Grenze zu Polen sind und ab hier wieder die mitteleuropäische Zeit gilt. An einer Wechselstube habe ich mein restliches lettisches und litauisches Geld in Zloty getauscht. Ein paar Schritte weiter gibt es ein kleines Restaurant. Dort wollte ich eigentlich nur schnell eine Solianka essen. Leider bestellte ich mir aus Unkenntnis der polnischen Sprache eine Kuttelsuppe. Und die ist gewöhnungsbedürftig! |
| 14:50 | Pünktlich zum Grenzübertritt nehmen wir Abschied vom Baltikum und vom wunderschönen Wetter, denn der Himmel über und neben uns ist inzwischen komplett grau. Dafür bleiben die Straßen schlecht.
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| 17:35 | Wir sind im Hotel "Roberts Port" im Ort Mikolajki (Nikolaiken), mitten in Masuren, angekommen. Die Temperatur hier: 14 Grad, geschlossene Wolkendecke, alles grau in grau - wir hatten heute Mittag in Litauen noch fast 30 Grad. Das Zimmer 320 ist nett und hat einen Balkon. Irgendwo müsste ein großer See sein, den ich aber noch nicht sehen kann. WLAN scheint es hier leider nicht zu geben. |
| 19:30 | Heute gibt es das Abendessen recht spät - bedenkt man die Zeitumstellung. Dafür bleibt viel Zeit um sich frisch zu machen und die Sachen zu ordnen. Zum Abendessen gibt es vom Büfett: Gulasch, Hammelbraten, Hähnchenrouladen, Hähnchenflügel und Frikadellen. Dazu Salzkartoffeln und Mischgemüse. Und alles schmeckt sehr gut. Nach einem opulenten Mahl gehen wir auf die Suche nach dem See. Und wirklich, nicht weit vom Hotel befindet sich ein riesengroßer See. An dessen Ufer ankern mehrere Schiffe und Tretboote. Wieder zurück im Hotel setzen wir uns noch einen Moment an die Bar. |
| 21:30 | Ich gehe nun ins Bett. Der heutige Tag war zwar nicht sehr Actionreich, aber die lange Busfahrt hat doch müde gemacht. |
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| Reiseverlauf/Katalog: »Bevor es heute in Richtung Posen geht, darf natürlich eine kleine Rundfahrt nicht fehlen. Besonders schön ist der Wallfahrtsort Swieta Lipka/Heilige Linde mit seiner Kirche aus dem 17. Jahrhundert im prächtigen Barockstil. Hier werden Sie in den Genuss des berühmten Orgelspiels kommen. Anschließend führt Sie Ihr Weg dann weiter über Thorn mit einem einzigartigen Ensemble gotischer Architektur nach Posen. Von jeher eine Stadt des Handels, gilt sie heute als westlichste und zugleich reichste Metropole Polens. Doch ist Posen nicht nur die Stadt internationaler Messen. Mit dem schönen Renaissance-Rathaus, bemerkenswerten Palästen und Kirchen, interessanten Museen und dem ältesten gotischen Dom kommen auch kulturell interessierte Besucher nicht zu kurz. Im Herzen der Stadt säumen Bürger- und Krämerhäuser mit schmucken Arkaden den großen Altmarkt.« |
| 6:30 | ...erwache ich aus einem erholsamen Schlaf. Draußen ist es trocken, jedoch noch immer ein grauer Himmel, der die Landschaft recht trist aussehen lässt. |
| 7:30 | Das Frühstück kann sich sehen lassen. Viel Wurst und Salate. Ich bleibe bei Marmeladenbrötchen und Müsli. Dazu einen Saft. |
| 8:30 | Die Reiseleiterin ist an Bord und wir fahren durch die schöne masurische Seenlandschaft. Unser erster Halt ist in der Innenstadt von Mikolajki (Nikolaiken), wo wir uns für 45 Minuten die Beine vertreten können. Viel ist hier nicht zu sehen und der Himmel taucht alles in ein unattraktives Grau. Aber der kleine Spaziergang durch die gerade erwachende Stadt tut gut. Ich kaufe mir in einem Lädchen für nur wenige Zloty zwei Flaschen Wasser. |
| 10:15 | Wir fahren weiter durch die masurische Landschaft, kommen durch Ketrzyn (Rastenburg) und vorbei an der geheimen Wehranlage "Wolfsschanze" aus dem 2.Weltkrieg. Das Wetter ist trüb und es nieselt ab und an... |
| 10:45 | Wir stehen vor der Wallfahrtskirche in Swieta Lipka (Heilige Linde) und ich inspiziere die örtlichen Souvenirstände. |
| 11:30 | Die Orgel der Kirche ist mit beweglichen Figuren ausgestattet. Wir genießen ein kleines Orgelkonzert in der mit vielen Touristen und Pilgern gut gefüllten Kirche:
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| 12:30 | Die Reiseleiterin verlässt uns hier und wir machen uns auf den 350 km langen Weg nach Poznan (Posen). Da sich die polnischen Autobahnen noch im Bau befinden, werden wir aber erst gegen 20:00 Uhr im Hotel eintreffen. |
| 15:15 | Nach einer Mittagspause kommt auch die Sonne wieder zurück und wir fahren weiter vorbei an grünen Wiesen mit viel Klatschmohn und Kornblumen. Ab und an fahren wir durch ein Dorf mit alten, verfallenen und hübschen, neu gebauten Häusern. Immer der Landstraße entlang... |
| 20:15 | Wir sind im Novotel "Malta" in Poznan (Posen) angekommen. Lange Flure führen durch den Flachbau zu meiner Heimat für eine Nacht. Das Zimmer 169 ist schön und praktisch ausgestattet. Hier habe ich wieder kostenfreies WLAN, um dieses Reisetagebuch zu aktualisieren. |
| 20:45 | Es gibt Abendessen vom Büfett: Suppe, Hähnchen, Frikadellen und Salat. Heute ist das Essen nicht so spektakulär, wie in den letzten Tagen. Ich trinke hier 2 kleine Flaschen Cola für nur 12 Zloty... |
| 21:45 | Müde von der langen Fahrt über holperige Landstraßen falle ich ins Bett. Morgen sollten mehr Autobahnen unsere ca.800 km bis nach Hause etwas beschleunigen.. |
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| Reiseverlauf/Katalog: »Nach einem leckeren Frühstück und mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck geht es wieder zurück nach Hause. Eine interessante und erlebnisreiche Reise liegt hinter Ihnen.« |
| 5:20 | Es ist schon hell und ich bin munter. Aber ich konnte sehr gut schlafen und fühle mich fit für die letzte Etappe der Reise. Nun noch ein letztes Mal meinen Koffer packen und dann geht's auch schon bald los... |
| 7:10 | Wir treffen uns zum Frühstück. Es gibt gutschmeckende kleine, runde Brötchen, Schinken, Leberwurst, verschiedene Käse- und Marmeladensorten. Dazu starken Automatenkaffee und viele verschiedene Säfte. |
| 8:00 | Die Rückfahrt beginnt. Wir fahren durch Posen auf die Autobahn. Die ist ca. 60 km lang und kaum befahren. Danach fahren wir über eine zweispurige Fernverkehrsstraße in Richtung deutsche Grenze. Am Wegesrand bieten zahlreiche Händler Gartenzwerge und allerlei Krimskrams an.
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| 10:30 | Eine kurze Pause dient dazu, die restlichen Zloty zu verbraten bzw. zurück in Euro zu tauschen. Das war dann der letzte Währungswechsel unserer Reise. |
| 11:25 | Zurück in Deutschland: wir verlassen Polen und fahren in Frankfurt/Oder über die Grenze. |
| 12:00 | Oh, wie gut wir es doch in Deutschland mit unserem gut ausgebauten Autobahnnetz haben. Es ist direkt eine Wohltat, schnell und ohne merkliches Gerüttel und Geschüttel voran zu kommen. Zurzeit sind wir auf dem südlichen Berliner Ring unterwegs. |
| 12:35 | Zur Mittagspause verlassen wir an der Raststätte Michendorf den Berliner Ring. An die deutschen Preise muss ich mich aber erst mal wieder gewöhnen... |
| 14:20 | Gerade passieren wir Magdeburg und fahren weiter in Richtung Braunschweig. Noch ca. 360 km... |
| 15:15 | Wir machen eine kleine Pause und sind nur noch 265 km vom Ruhrgebiet entfernt... |
| 19:48 | Nach einer weiteren kurzen Pause kommen wir wohlbehalten und pünktlich nach rund 3200 Buskilometern und 4 Fährüberfahrten in Herne an. |
| 20:00 | Mit einem kleinen Transferbus werde ich zum Busbahnhof in Gelsenkirchen-Buer gebracht, wo mein Auto schon auf mich wartete... |
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Die Orte der Baltikum-Rundreise auf einer größeren Karte anzeigen
| Quelle der Texte unter "Reiseverlauf/Katalog": Katalog "Reisevielfalt 2011" (S.128/129 - "Baltikum mit großer Ostseefahrt, Perlen der Ostsee") der Anton Graf GmbH, Herne |
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