Die Elbmetropole erkunden
Hamburg - Das Tor zur Welt
Hamburg, hanseatisch gediegen und gleichzeitig pulsierende Hafenstadt, ist Deutschlands Tor zur Welt. Bevor ich mir diese Metropole selbst angeschaut habe, wusste ich nicht viel von dieser Stadt. "Hafen", "Reeperbahn" - diese Begriffe standen für Hamburg. Aber ich habe entdeckt, dass es da mehr gibt.

Wir starteten zu unserer Städtetour an einem Samstag. Es war Ende September und sehr früh, ich glaube so gegen 6:00 Uhr. Nach 4 Stunden Autofahrt erreichten wir entspannt unser Ziel. In Hamburg checkten wir im zentral gelegenen Hotel Mercedes ein. Dann machten uns direkt auf, die Stadt zu Fuß zu erkunden.

Hamburg, Hauptbahnhof Hamburg, Binnenalster Innenhof des Hamburger Rathauses

Unser Weg führte uns, vorbei am Hauptbahnhof, quer durch die Stadt zur Binnenalster. Dort haben wir erst einmal im Café Alex im Alsterpavillion gemütlich gefrühstückt. Das Wetter war super und wir haben den Vormittag sehr genossen. Nach dem leckeren Frühstück haben wir uns Hamburgs historisches Rathaus angeschaut. Es ist eines der wenigen vollständig erhaltenen Beispiele des Historismus in Deutschland. Der dreiflügelige Granit- und Sandsteinbau besitzt eine 111 m breite Fassade mit einem 112 m hohen Mittelturm. Das Dach ist kupfergedeckt. Die hervorragende Kombination von italienischen und norddeutschen Renaissance-Elementen an der Fassade erzeugt eine harmonische Gesamtwirkung. Nach der Besichtigung sind wir in Hamburgs Untergrund abgetaucht und haben die U-Bahn U3 zu den Landungsbrücken genommen, um bei einer Hafenrundfahrt Deutschlands größten Hafen mal näher anzuschauen. Aus der ganzen Welt treffen hier Container oder Stückgut ein. Der Hafen ist ein gigantisches Unternehmen.

Hamburg, Hafen Hamburg, Hafen evangelische Hauptkirche St. Michaelis

Nur wenige Gehminuten von den Landungsbrücken entfernt, zwischen Ludwig-Erhard-Straße, Krayenkamp und Englischer Planke liegt die evangelische Hauptkirche St. Michaelis, von den Hamburgern liebevoll "Michel" genannt. Bevor wir uns jedoch die Kirche von innen angeschaut haben, haben wir uns eine kleine Auszeit in den Krameramtsstuben, einem einzigartigen Überbleibsel einer typischen geschlossenen Hamburger Hofbebauung mit Fachwerkhäusern des 17. Jahrhunderts, gegönnt. Diese befinden sich in Sichtweite des "Michel" in der historischen Gasse Krayenkamp 10. Dort gab es Kaffee und Kuchen für alle. So gestärkt konnte wir St. Michaelis erkunden und auch den 132 Meter hohen Kirchturm, der zu den höchsten der Welt zählt, besteigen.

Am Abend sind wir natürlich auf die Reeperbahn gefahren. Die Reeperbahn ist die zentrale Straße im Hamburger Vergnügungs- und Rotlichtviertel St. Pauli. Wir hatten Karten für "Heiße Ecke - Das St. Pauli Musical" im Schmidts TIVOLI. Dieses Stück hat mich voll mitgerissen und begeistert. Es war ein wunderschöner Ausklang des Tages.

Nach einer kurzen Nacht und einem leckeren Frühstück fuhren wir zum Hamburger Fischmarkt. Auf Hamburgs traditionsreichstem Markt wird seit 1703 so ziemlich alles gehandelt, was nicht niet- und nagelfest ist. Von der angestaubten Porzellankanne bis zur quietsch fidelen Entenfamilie ist hier im Schatten der 100 Jahre alten Fischauktionshalle alles zu haben. Nach dem Markt fuhren wir in den Freihafen, in die zwischen Deichtorhallen und Baumwall liegende hundertjährige Speicherstadt, der weltgrößte zusammenhängende Lagerhauskomplex. Dort haben wir uns im Hamburg Dungeon die dunklen Seiten der Geschichte Hamburgs angeschaut und miterlebt. Professionelle Schauspieler entführen einen dort in ein reales Abbild der Vergangenheit - und sorgen damit für reichlich Gänsehaut, spannende Überraschungen und gruselige Momente.

Zur Mittagszeit nahmen wir dann Abschied von Hamburg und fuhren wieder Richtung Süden...
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