In den Süden
Mittelmeer-Flair auf der Insel
Auf Malta verbrachte ich meinen allerersten Urlaub unter südlicher Sonne. Der europäische Zwergstaat befindet sich gut 350 km von der afrikanischen Küste entfernt im Mittelmeer. Bis zu diesem Urlaub hatte ich es vermieden, sonnige Strände aufzusuchen. Ich bevorzugte die Welt der Berge und genoss Unternehmungen, wie Museumsbesuche, Stadtbesichtigungen oder Wandertouren.

Malta - Stempel in meinem Reisepass Malta von der Erhebung Mdina aus fotografiert Malta: Die Blaue Lagune

Dies alles war für diesen Urlaub auf Malta nicht geplant. Mehr als ein paar Ausflüge quer über die Insel waren in einer Woche leider nicht drin. Haupsächlich galt es, den Sonnenbrand zu bekämpfen, der sich bereits nach zwei Tagen ordentlich bemerkbar machte.

Mein Hotel in Sliema war sehr zentral direkt am Hafen gelegen. Von dort aus konnte ich die Insel bequem mit dem Bus erkunden. Diese typischen gelben Busse fahren einen für wenig Geld fast überall hin - zum Beispiel an den einzigen "richtigen" Sandstrand der Insel, nach Bugibba. Alle anderen Strände waren mehr oder weniger Felsen mit Zugang zum Meer.

Ein Ausflug auf einem Schiff von Captain Morgan`s Harbour Cruises führte uns zur "blauen Lagune". Diese Lagune ist ein Traum von einem flachen Meerarm zwischen Comino und der vorgelagerten Mini-Insel Cominotto. Der Sandboden in ca. 1-3 m Tiefe verleiht dem Wasser eine unvergeßlich strahlende, türkisblaue Farbe. Es war unmöglich, einem verlockenden Bad in der Lagune zu widerstehen. Die Liegeplätze an Land zum anschließenden Sonnenbad waren sehr rar. Dennoch fanden wir einen passenden Platz, um unseren Sonnenbrand zu pflegen.

Ich kann mich noch an eine hervorragende maltesische Spezialität erinnern: den maltesischen Sonntagsbraten "Fenek", Wildkaninchen in Knoblauch und Rotweinsauce (Fenek Moqli Bit-Tewm U Nbid). Einfach lecker. Ansonsten gab es all das zu essen, was ich gern mochte. Viele typische europäische Gerichte waren zu bekommen. Getrunken wurde oft der maltesische Softdrink "Kinnie", dem div. Kräuter und Gewürze zugesetzt werden. Er schmeckt nach Orangen und ganz leicht nach Zimt. Er sieht aus wie schwarzer Tee im Glas und ist bei heißem Wetter herrlich erfrischend.

Ein Ausflug führte mich nach Mdina (gesprochen "Im-diina"), der alten Hauptstadt Maltas. Mdina ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten auf Malta. Römer und Araber errichteten das heute fast unbewohnte (daher auch "Silent City" genannte) Mdina, während die Johanniter sich später dem Bau der Befestigungsanlagen am Grand Harbour widmeten. Die Mauern und Gassen von Mdina spenden wohltuende Kühle. Hier gibt es viele Gebäude zu bewundern, darunter die 1697 gebaute Bischofskirche St. Paul`s Cathedral, die größte und schönste Barockkirche Maltas.

Klar das ein Besuch der Hauptstadt Valetta nicht fehlen durfte. Fort St. Elmo, erbaut 1552 von den Ordensrittern der Johanniter und die wirklich sehenswerte Walk around- Show "The Great Siege of Malta & The Knights of St. John" waren dort die Highlights.

In nur einer Woche stand sowohl die Entspannung am Strand, als auch die Erforschung historischer Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Eigendlich viel zu kurz, um die Insel wirklich kennen und lieben zu lernen. Aber Malta war eine Reise wert!
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